Defending Disco |  Ansgar Hiller

 

Klangapparatur S 1.1  | Theodor Ertel

SELF REFLECTION - Wer bist Du  | 14.09. – 30.09. 2018

SELF REFLECTION - Wer bist Du  | 14.09. – 30.09. 2018

Stefanie Schrank - Feelers |  Ansgar Hiller

 

Charlotte Trossbach |  Ansgar Hiller

 

Anja Wülfing - Flying Blondes |  Ansgar Hiller

 

Jan Glisman

 

Christoph Lajendäcker - Choose Entropie And Burn |  Ansgar Hiller

 

 Ansgar Hiller

 

Ansgar Hiller - Garzweiler II - No. 02

 

Stefanie Schrank - Cocoons |  Ansgar Hiller

 

Guildor Contrasto |  Daniel Muratore

 

KritzKratz |  Karla Winterberger

 

Flipper-Playground |  Ansgar Hiller

 

AZE |  Alexander Boehle

 

Tim Wagner

Liebe Besucher*innen,

infolge der von der Landesregierung NRW am 29. Oktober 2020 beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus bleibt das Atelierzentrum Ehrenfeld und die laufende Ausstellung ZWEI GRAD PLUS vom 2. bis 30. November 2020 geschlossen.

Ihr könnt uns aber gerne online besuchen. Über Instagram, Facebook oder über unsere Webpage und den Newsletter halten wir euch weiterhin auf dem Laufenden über aktuelle News und unsere Ausstellung ZWEI GRAD PLUS.

Bleiben Sie gesund - wir sehen uns!
artrmx e.V.

Ausstellungsansicht ZWEI GRAD PLUS (Foto: Pietro Viti)

Die interdisziplinäre Ausstellung ZWEI GRAD PLUS nimmt ausgehend von lokalen Zusammenhängen rund um den „Hambacher Forst“ die globale Dimension des Klimawandels in den Blick. Bewusst wurden auch Künstler*innen eingeladen, die nicht aus NRW kommen, um begreifbar zu machen, wie transnational der Klimawandel auf die globale Bevölkerung wirkt. Die fotografischen und installativen Arbeiten sind forschende Ansätze, die hinterfragen und mit ästhetischen Mitteln die unterschiedlichsten Aspekte der Kohleförderung sowie die Auswirkungen auf die Umwelt beleuchten. Die künstlerischen Werke sind auch eine Verdichtung des Themas, in dem sie einen fokussierten Blick außerhalb massenmedialer Bilderwelten ermöglichen. Eine parallel zur gesamten Ausstellungszeit eingerichtet Druckwerksatt steht zur aktiven Teilnahme allen Besucher*innen zur Verfügung. Hier kann aus einem reichen Fundus an Bildern und Texten, angeleitet oder auch frei, jede*r Besucher*in ein eigenes Zine produzieren.

ZWEI GRAD PLUS wird ermöglicht durch die Förderung der Stadt Köln, der Bezirksvertretung Ehrenfeld, der Imhoff Stiftung, der Beatrix Lichtken Stiftung, der BürgerStiftung Ehrenfeld sowie durch das Italienische Kulturinstitut Köln.

 


 

Jazoo Yang ist eine koreanische Mixed-Media-Künstlerin mit Sitz in Berlin. In ihrer künstlerischen Praxis beschäftigt sich Yang oft mit dem Verschwinden, vor allem mit dem Verschwinden ganzer Stadtviertel, die der Gentrifizierung zum Opfer fallen. Ihre „Materialserien" sind eine Verschmelzung des Verschiedenen, des Fernen und des Missachteten. Sie bestehen aus den verlorenen Fragmenten des städtischen Lebens - Putzstücke der Außenwände eines Gebäudes, Tapetenreste eines Innenraums, die Überreste antiker Fliesen. All diese losen Fragmente verlorenen gegangener Orte, fügt Yang in künstlerisch-poetische Kompositionen zusammen, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verschmelzen lassen.
Für die Ausstellung „Zwei Grad Plus“ befasst sich Yang erstmalig mit dem Verschwinden ganzer Wald- und Naturflächen und begibt sich auf eine Spurensuche in das Gebiet rund um den Tagebau Hambach.

Pietro Viti, Jahrgang 1991, lebt und arbeitet in Florenz. Er erkundet Kohletagebaue in Italien, Deutschland, Großbritannien und anderen europäischen Ländern. Er stellt die Frage nach geopolitischen Zusammenhängen und versucht die Auswirkungen der ständigen Präsenz der Kohleförderung zu verstehen, die sie auf Landschaft und Umwelt und das Leben in den jeweiligen Gebieten hat.
Pietro Viti erhält 2015 seinen Abschluss an der Studio Marangoni Foundation in Florenz. Dokumentarfotografie und Multimedia-Journalismus, insbesondere zu sozialen und ökologischen Themen, sind seine Arbeitsschwerpunkte. „The Coal File“ ist der Titel seiner Langzeitbeobachtung der europäischen Kohletagebaue.

Tim Wagner arbeitet als freiberuflicher Fotojournalist und studiert in Hannover Fotojournalismus und Dokumentarfotografie. 2015 begleitete Wagner die erste Aktion von Ende-Gelände und war seitdem bei allen größeren Massenaktionen der Bewegung dabei, wie sie Braunkohletagebaue im Rheinland oder in der Lausitz besetzten. So kam er 2018 auch in den Hambacher Forst, wo Portraits der dort lebenden Menschen und eine Langzeit-Dokumentation der Baumhäuser entstanden. Diese Fotos waren auf den Solidaritäts-Postern „Hambi  bleibt!“ zu sehen, welche sich großer Beliebtheit erfreuten. Als Titel tragen sie das Zitat einer Baumbewohnerin: „Die Freiheit, die wir jetzt kennen, kann uns niemand mehr nehmen.“

Die Arbeit von Matthias Jung zeigt Einblicke in Archive und gefundene Objekte, die im Zuge des Abbaggerns und Umsiedelns (übrig)geblieben sind. Objekte, die von Archäologen entdeckt und erfasst wurden, und uns erahnen lassen wie lange es im rheinischen Kohlerevier um die Tagebaue Hambach und Garzweiler Siedlungen und die damit verbundenen Biografien gegeben hat. Die Arbeit zeigt aber auch zeitgenössische Objekte, die im Sinne einer Rettung vor dem Verschwinden aufbewahrt wurden. Die Orte / Dörfer gibt es mittlerweile nicht mehr. Was bleibt, wenn Orte verschwinden? Was kommt? Die Arbeit beansprucht keine Bestandsaufnahme, sie dokumentiert im Stile der Objektfotografie Epochen menschlichen Lebens, welches zugunsten der Kohleförderung weichen musste. Matthias Jung lebt und arbeitet im Umland des rheinischen Kohlereviers und dokumentiert in verschiedenen Werkreihen das Leben dort.