An Bord des Forschungsschiffs Polarstern überquerte der Künstler Jürgen Wassmuth den Südatlantik – von Kap der Guten Hoffnung bis Kap Hoorn. Die fotografische Reise führt durch Zonen von elementarer Schönheit und Bedrohung: unendliches Meer, tanzende Wellen, das Schweigen des Eises.

In seinen Bildern und Texten verwandelt sich die wissenschaftliche Expedition in eine poetische Erkundung. Wassmuth beobachtet, was sich zwischen Bewegung und Stillstand, Wasser und Eis, Nähe und Ferne ereignet – jenes „ruhige, lauernde Dazwischen“, das er als Zwischenraumstille beschreibt.

Die Fotografien sind mehr als Dokumente. Sie sind Mitbringsel aus einem Raum, den der Künstler verlassen hat – Zeugnisse einer Welt im Wandel.

Eléonore Bak (École des Beaux Arts de Metz) schreibt: „Seine Fotografien sind nicht nur Kunst, sondern gleichsam Mitbringsel aus einem Raum, den er verlassen hat. Der technisch wissenschaftliche Aufwand beschreibt eine politisch interessierte Haltung, die uns gleichzeitig mit dem Schmelzen des nicht mehr so ewigen Eises und der Kostbarkeit des Fundstückes für die Analyse, dem zeitlichen Widerspruch der Ästhetik des Verschwindens konfrontiert.“

Die Ausstellung zeigt eindrücklich, wie Naturbeobachtung, Wissenschaft und Poesie ineinandergreifen. Eine fotografische Passage – als Reise, als Erkenntnis, als Einladung, dem Moment seine Gegenwart zu lassen

 

Fotografie Jürgen Wassmuth

Die Ausstellung Jürgen Wassmuth wird gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln und der Bezirksvertretung Köln-Ehrenfeld. Der artrmx e.V. bedankt sich bei den Förderern für ihre Unterstützung.