Anna-Lena Meisenberg

„In Macondo, es regnet wieder“ ist eine Ausstellung mit Thea Heise (Malerei), Anna-Lena Meisenberg (Videoinstallation, Performance) Rahel Gubari (Malerei) und Haure Madjid (Malerei).

In der vierten „We want to win“ Reihe „In Macondo, es regnet wieder“ zeigt der Kölner Kunstverein artrmx e.V. unter der Kuration von Arseniy Shuster Romantisches, Verstörendes, Emotionales und Hintergründiges. Etwas zwischen Malerei, Videokunst, Installation, Performance und Experiment. In Konfrontation und Symbiose mit- und zueinander; stets reflektiert, begabt und berührend nähern sich die Künstlerinnen und Künstler der Wirklichkeit, die flüchtig und gemein nicht zu verorten ist.

 

Anna-Lena Meisenberg

schafft in ihren multimedialen Performances einen Raum zur Wiedergabe und Befragung verschiedener existenzieller Zustände. Wunsch- und Störbilder im Bezug auf die eigene Position in der Umgebung und in der Interaktion mit ihr, werden publik gemacht und als berechtigte Objekte zur Debatte gestellt.

Im Strudel nicht- linearer, anekdotischer Erzählungen wechseln sich Bild-, Sound- und Videoebenen ab und simulieren eine einheitliche Lösung, nur um im nächsten Moment durch die gleiche Konstruktion unterlaufen und als weitere Projektion enthüllt zu werden. Die Künstlerin begibt sich in ein Wechselspiel der Rollen, in dem die Flexibilität, von einem Zustand in den nächsten zu gehen, essentiell ist: Die daraus resultierende Kraft zur Abgrenzung und Neu-Verortung ermöglicht immer wieder neue Antworten auf die gestellten Fragen zu formulieren.

Anna-Lena Meisenberg (*1989, Berlin) studierte von 2010 – 2017 in der Klasse von Professor Marcel Odenbach and der Kunstakademie Düsseldorf.

 

Haure Madjid

Wenn Haure Madjid an seinen Gemälden arbeitet, begibt er sich auf eine Reise, die zunächst ohne Ziel zu sein scheint. "Ich habe eine leere Leinwand vor mir, ich beginne mit dem Malen, habe aber keine genaue Idee, wo das Bild anfangen und enden soll. Ich tauche in das Bild ein“, so Madjid. Dabei entstehen oft vielschichtige Bilder, in denen Farben und Formen wie Lebewesen wachsen und den Betrachter mit ihrer geheimnisvollen Tiefe verzaubern.

Für den in Deutschland lebenden irakischen Kurde spielen seine Herkunft und die kulturellen Einflüsse in seinem Leben eine wichtige Rolle. Jedoch versteht er seine Kunst nicht als eine Brücke zwischen Ost und West. Vielmehr möchte er, losgelöst von Stereotypen, der Form ihre eigene Sprache geben. Dies gilt vor allem für seine Werke mit starkem Einfluss aus der Ornamentik. Madjids Gemälde entstehen, um "die Form zu befreien", wie er sagt.

Haure Madjid (*1975) studierte im Irak und an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Helmut Federle.
Quelle: www.kunsthaus-artes.de

 

Thea Heise

Die malerischen Arbeiten von Thea Heise beziehen sich auf die sie umgebenden Phänomene. Sie malt Eindrücke aus der Wegstrecke zum Atelier oder der Umgebung dort. Auch virtuelle Vorlagen werden zu Bildmotiven. Unterschiedlich bleibt, was sie an einem Bild oder Eindruck beschäftigt, das zur Vorlage wird: die Lichtstimmung, die Person oder die Situation derselben zum Beispiel. Der Farbauftrag ihrer Bilder ist zum Teil skizzenhaft. Acylmalerei und Ölmalerei bieten in der Handhabung mit Farbe eigenartige Möglichkeiten: Lasuren und gesetzt Farbigkeit in Acryl neben Abkratzspuren und Veränderungen/Verschiebungen der Farborte mittels Spachtel im Umgang mit Ölfarbe. Wichtig ist ihr, dass die Bilder keinen dogmatischen Ausdruck haben, sondern ihnen die Suchbewegung ihrer Entstehung anzusehen bleibt.

Thea Heise (*1975) studierte zunächst Germanistik und Kunst an der Kunsthochschule in Mainz, bevor sie 2012 an die Kunstakedemie Düsseldorf wechselte. Als Meisterschülerin von Prof. Richard Deacon absolvierte sie das Fach „Freie Kunst“ in 2015. Sie lebt und arbeitet in Düsseldorf.

 

Rahel Gubari

Der im Irak geboren Maler Rahel Gubari (*1978) fand während seines Studiums in Düsseldorf von der abstrakten Malerei zurück zur figürlichen Darstellung. Für ihn ein Rückschritt? Eher eine Aufarbeitung, denn während seiner Studienzeit im Irak bestand ein Großteil der Ausbildung im Kopieren von alten Meistern. Was damals eine Aufgabenstellung innerhalb des Studiums war, wandte sich in Düsseldorf in eine eigene Bildsprache, indem er u.a. Portraits, Stillleben, Landschaft in leuchtenden Farben darstellt, in deren Opulenz man einen Anstrich von Melancholie entdecken möchte.

Der ehemalige Stipendiat der renommierten Lepsien Art Foundation war von 2008 bis 2014 Meisterschüler bei Professor Siegfried Anzinger und lebt und arbeitet heute in Düsseldorf.
Quelle: www.rheinische-art.de 

 

 

 

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